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Solar-Dach-Check: Lohnt sich Photovoltaik auf Ihrem Dach?

Berechnen Sie in einer Minute, wie viel Leistung auf Ihr Dach passt, was die Anlage ungefähr bringt, und ob Ihr Dach vorher saniert werden sollte.

Wovon gehen Sie aus?

Alle Werte sind grobe Orientierungswerte für Deutschland, kein Angebot. Ein belastbarer Preis entsteht erst nach einer Besichtigung mit Verschattungsanalyse.

Erst das Dach, dann die Anlage

Die wichtigste Frage bei Photovoltaik ist nicht, wie viele Module auf das Dach passen, sondern ob das Dach die Anlage überhaupt überlebt. Eine Photovoltaikanlage liegt 25 bis 30 Jahre oben. Eine Dacheindeckung, die bei der Montage schon 25 Jahre alt ist, hält das selten durch. Wird das Dach später undicht, muss die komplette Anlage herunter, das Dach wird saniert, und die Anlage kommt wieder hinauf. Diese Runde kostet grob 150 bis 250 Euro je Kilowatt Peak, dazu das Gerüst.

Wer beides in einem Zug macht, zahlt das Gerüst einmal statt zweimal, kann die Unterkonstruktion gleich für die Anlage auslegen und spart den gesamten Demontageaufwand. Deshalb steht im Rechner oben nicht nur die mögliche Anlagengröße, sondern auch eine Einschätzung zum Dach selbst.

Wie viel passt auf ein normales Dach?

Ein Kilowatt Peak braucht etwa fünf Quadratmeter Dachfläche inklusive der Abstände zwischen den Modulreihen. Nutzbar ist aber nie die gesamte Fläche. Bei einem Satteldach lässt sich in der Regel nur die sonnenzugewandte Seite sinnvoll belegen, dazu kommen Abzüge für Kamine, Dachfenster, Gauben und die Randabstände, die der Windsog vorschreibt. In der Praxis bleiben bei einem Satteldach rund 40 Prozent der Gesamtdachfläche übrig, bei einem Flachdach etwas mehr als die Hälfte, bei einem Walmdach deutlich weniger.

Was die Ausrichtung ausmacht

Eine nach Süden ausgerichtete Anlage liefert in Deutschland rund 950 Kilowattstunden je Kilowatt Peak und Jahr. Nach Osten oder Westen sind es etwa 790, nach Norden nur rund 600. Der Unterschied zwischen Süd und Ost-West ist mit rund 15 Prozent kleiner, als viele erwarten. Dafür verteilt sich der Ertrag einer Ost-West-Anlage gleichmäßiger über den Tag und passt damit oft besser zum eigenen Verbrauch, was den Eigenverbrauchsanteil hebt.

Was die Anlage wirtschaftlich macht

Entscheidend ist nicht der Ertrag, sondern wie viel davon Sie selbst verbrauchen. Jede selbst genutzte Kilowattstunde spart rund 35 Cent Strombezug, jede eingespeiste bringt nur etwa 7,9 Cent Vergütung. Ohne Speicher liegt der Eigenverbrauch typischerweise bei 30 Prozent, mit Speicher bei rund 60. Ein Speicher kostet allerdings etwa 700 Euro je Kilowattstunde und verlängert die Amortisation oft, statt sie zu verkürzen. Er lohnt vor allem, wenn Sie tagsüber wenig zu Hause sind oder eine Wärmepumpe oder ein Elektroauto betreiben.

Vom Rechner zum echten Angebot

Die Zahlen oben sind Ihr Startpunkt, kein Endpreis. Für ein belastbares Angebot braucht es einen Blick auf das Dach, eine Verschattungsanalyse und die Prüfung der Unterkonstruktion. dachdeckercheck.de ist ein Vermittlungsportal, kein Handwerksbetrieb: Sie stellen eine kurze, kostenlose Anfrage, wir gleichen sie mit passenden regionalen Fachbetrieben ab und stellen den Kontakt her. Den Vertrag schließen Sie anschließend direkt mit dem Betrieb.

Quellen & Stand: Eigene Auswertung, Stand Oktober 2026. Spezifische Erträge nach Ausrichtung auf Basis der üblichen Auslegungswerte für Deutschland, Preise je Kilowatt Peak und je Kilowattstunde Speicher als Marktspanne schlüsselfertiger Anlagen, Einspeisevergütung nach aktuellem Satz für Teileinspeisung. Alle Angaben sind grobe Orientierungswerte ohne Gewähr; für Förderkonditionen und Vergütungssätze gilt ausschließlich der aktuelle Stand der offiziellen Stellen.

Häufige Fragen zu Photovoltaik und Dach

Muss das Dach vor einer Photovoltaikanlage saniert werden?

Das hängt vom Alter und Zustand der Eindeckung ab. Eine Photovoltaikanlage bleibt 25 bis 30 Jahre auf dem Dach. Ist die Eindeckung schon 25 Jahre oder älter, hält sie diese Zeit meist nicht mehr durch. Dann muss die Anlage für die Sanierung wieder abgebaut und danach neu montiert werden, zuzüglich Gerüst. Bei einem Dach unter 15 Jahren spricht in der Regel nichts gegen die direkte Montage. Dazwischen lohnt sich ein Blick aufs Dach, bevor die Anlage daraufkommt.

Was kostet es, eine Photovoltaikanlage für eine Dachsanierung abzubauen?

Für den Abbau und die spätere Neumontage rechnen Betriebe grob mit 150 bis 250 Euro je kWp, bei einer 10-kWp-Anlage also etwa 1.500 bis 2.500 Euro. Dazu kommt das Gerüst, das bei einer Sanierung ohnehin nötig wäre. Wer Dach und Anlage in einem Zug macht, zahlt das Gerüst nur einmal und spart den kompletten Demontageaufwand.

Wie viel kWp passen auf mein Dach?

Als Faustwert braucht ein Kilowatt Peak etwa fünf Quadratmeter Dachfläche inklusive Abständen. Nutzbar ist aber nie die ganze Fläche: Bei einem Satteldach lässt sich meist nur die sonnenzugewandte Seite belegen, dazu kommen Abzüge für Kamine, Dachfenster, Gauben und Randabstände. Der Rechner oben berücksichtigt das über die Dachform.

Lohnt sich Photovoltaik auch bei Ost-West-Ausrichtung?

Ja. Eine Ost-West-Anlage bringt je Kilowatt Peak rund 790 statt 950 Kilowattstunden im Jahr, also etwa 15 Prozent weniger als eine Südanlage. Dafür verteilt sich der Ertrag gleichmäßiger über den Tag, morgens und abends, und passt damit oft besser zum eigenen Verbrauch. Der Eigenverbrauchsanteil fällt dadurch häufig höher aus, was den Nachteil beim Gesamtertrag teilweise ausgleicht.

Welche Rolle spielt Verschattung?

Eine große. Ein Baum, ein Nachbargebäude oder der eigene Kamin können den Ertrag um 20 bis 40 Prozent drücken, weil verschattete Module die ganze Reihe bremsen können. Moderne Anlagen fangen das mit Leistungsoptimierern oder Modulwechselrichtern teilweise ab, das kostet aber extra. Eine Verschattungsanalyse vor Ort gehört deshalb zu jedem seriösen Angebot.

Wird die Kombination aus Dachsanierung und Photovoltaik gefördert?

Dach und Anlage werden getrennt betrachtet. Für die Dachdämmung als Einzelmaßnahme gibt es über die BAFA in der Regel 15 Prozent Zuschuss, mit individuellem Sanierungsfahrplan bis zu 20 Prozent. Alternativ lassen sich 20 Prozent über den Steuerbonus nach Paragraf 35c EStG absetzen. Die Photovoltaikanlage selbst ist seit 2023 beim Kauf von der Umsatzsteuer befreit, zusätzlich gibt es zinsgünstige Kredite der KfW. Bedingungen ändern sich, prüfen Sie den aktuellen Stand bei BAFA und KfW.

Kostet der Solar-Dach-Check etwas?

Nein. Der Rechner und die anschließende Anfrage sind für Sie als Hauseigentümer kostenlos und unverbindlich. dachdeckercheck.de ist ein Vermittlungsportal und finanziert sich über die vermittelten Fachbetriebe, nicht über Sie.

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